Freitag, 13. August 2010
Amerikaner werden mutiger: Einzelhandel atmet durch
Trotz hoher Arbeitslosigkeit sitzt das Geld bei den Amerikanern wieder etwas lockerer. Nach Angaben des US-Handelsministeriums nahmen die Einzelhändler im Juli 0,4 Prozent mehr ein als im Vormonat. Analysten hatten sogar einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.
Im Juni hatte es noch ein Minus von 0,3 Prozent gegeben. Ein Grund für den Anstieg war der höhere Umsatz an Tankstellen, der um kräftige 2,3 Prozent zulegte. Hier dürften höhere Benzinpreise eine Rolle gespielt haben, weniger eine steigende Nachfrage. Kraftstoffe und Autos heraus gerechnet, wäre der Umsatz im Einzelhandel um 0,1 Prozent gefallen.
"Die Verbraucher bleiben vorsichtig", sagte der Chefvolkswirt von PNC Financial Services, Stuart Hoffman. Wichtigster Grund dafür ist die hohe Arbeitslosigkeit. Im Juli war die Zahl der Beschäftigten um 131.000 gesunken, im Juni wurden sogar 221.000 Stellen gestrichen.
Damit schwinden die Chancen für eine kräftigen Aufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Sie hängt zu 70 Prozent vom privaten Konsum ab. Die Wirtschaftskrise hat mehr als acht Millionen Amerikanern den Job gekostet.
rts
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