Wirtschaft

Landsbanki greift durchEx-Vorstand soll blechen

15.05.2010, 10:26 Uhr

In Island wird die Aufarbeitung der Finanzkrise unvermindert fortgesetzt. Nun will die durch den Staat gerettete Landsbanki Konsequenzen ziehen. Die ehemalige Führungsriege wird zur Kasse gebeten.

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Landsbanki-Filiale im isländischen Akureyri. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Das im Zuge der isländischen Bankenkrise verstaatlichte Kreditinstitut Landsbanki will seine frühere Führung auf Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro verklagen.

Das für die Sanierung der Bank zuständige Komitee habe eine entsprechende Klage gegen frühere Manager vorbereitet, sagte eine Ausschussvertreterin im isländischen Fernsehen. Sie könnte demnach in den nächsten Wochen bei Gericht eingereicht werden.

Landsbanki war zusammen mit den beiden anderen führenden Banken Glitnir und Kaupthing im Oktober 2008 nach geplatzten Kreditgeschäften zahlungsunfähig geworden. Die Banken konnten nur durch Verstaatlichung vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

Die Krise brachte Island an den Rand des Staatsbankrotts. Viele der 320. 000 Einwohner verloren ihre Ersparnisse, die Arbeitslosigkeit stieg drastisch an, und die Regierung musste zurücktreten.

Quelle: AFP