Montag, 04. Januar 2010
Asiatischer Rettungsanker: Export nach China floriert
Der Außenhandel mit China beschert Deutschlands Exporteuren gegen den Trend ein kräftiges Umsatzplus. Von Juli bis September lieferten die Firmen 14,5 Prozent mehr Waren in das bevölkerungsreichste Land der Erde als im dritten Quartal 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Kräftiges Umsatzminus für 2009 erwartet.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mit den fünf größten Handelspartnern Frankreich, USA, Niederlande, Großbritannien und Italien hingegen verbuchten die deutschen Unternehmen im gleichen Zeitraum starke Rückgänge von bis zu 31 Prozent. Die gesamten Exporte gingen im Quartal um 19 Prozent zurück.
Als Grund für das anziehende Geschäft mit China nennen Experten die kräftigen Konjunkturprogramme und die lockere Geldpolitik der Führung in Peking im Kampf gegen die Krise. "Das hat die Nachfrage aus China deutlich erhöht", sagte Commerzbank-Expertin You-Na Park. Verbraucher hätten von Steuervergünstigungen auf Autokäufe und für Haushaltsgeräte profitiert. Von Januar bis September kletterten die deutschen Ausfuhren nach China binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent, während die gesamten Exporte um 21,4 Prozent einbrachen.
Für das Rezessionsjahr 2009 rechnet der deutsche Exportverband BGA mit einem Umsatzminus von rund 18 Prozent - dem größten Einbruch in der Nachkriegszeit. Im laufenden Jahr setzen die Firmen auf ein Umsatzplus von bis zu zehn Prozent und hoffen dabei vor allem auf steigende Nachfrage aus Asien.
wne/rts
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