Samstag, 17. Oktober 2009
Mehr als eine Billion Dollar : Extremes US-Haushaltsdefizit
Die USA haben im abgelaufenen Haushaltsjahr ein Rekorddefizit von 1,417 Bill. Dollar verzeichnet. Laut Finanzministerium entsprach der Fehlbetrag etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dies war der höchste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg.Das Haushaltsjahr 2008/2009 war in den Vereinigten Staaten am 30. September zu Ende gegangen. Das Defizit lag leicht unter der letzten Schätzung der US-Regierung, die 1,58 Bill. Dollar vorhergesagt hatte.
Im Haushaltsjahr 2007/2008 hatte das Defizit noch lediglich 3,2 Prozent des BIP betragen. Das Finanzministerium führte die dramatische Zunahme des Fehlbetrags auf sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben infolge der schweren Wirtschaftskrise zurück. Steuereinnahmen seien zurückgegangen, während die staatlichen Ausgaben für das Konjunkturpaket, die Rettung des Finanzsektors und die Sozialprogramme in die Höhe geschossen seien.
Lage bleibt äußerst angespannt
Die Steuereinnahmen seien im Vergleich zum vorangegangenen Budgetjahr um 16,6 Prozent eingebrochen, präzisierte das Finanzministerium. Sie machten damit nur noch 14,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus - so wenig wie seit 50 Jahren nicht mehr.
Die staatlichen Ausgaben stiegen derweil auf einen Wert von 24,8 Prozent des BIP, nach 18,2 Prozent im vorigen Haushaltsjahr. Für das laufende Haushaltsjahr 2009/2010 erwartet das Budgetamt des Weißen Hauses ein noch höheres Defizit von 1,502 Bill. Dollar (10,4 Prozent des BIP).
Präsident Barack Obama hatte bei einem Haushaltsgipfel am 24. Februar dieses Jahres im Weißen Haus verkündet, dass er das Etatdefizit bis zum Ende seiner Amtszeit halbieren wolle.
wne/AFP
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