Mittwoch, 19. Mai 2010
US-Wirtschaft blüht auf: Fed schraubt Prognose rauf
Die US-Wirtschaft nimmt immer weiter an Fahrt auf. Nach einem starken ersten Quartal erhöht die US-Notenbank Fed nun ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr. Trotz der deutlichen Erholung fürchtet sie dabei keine Inflationsrisiken.Die US-Notenbank Fed hat die Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach oben revidiert. Die US-Zentralbanker erwarten nun ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zwischen 3,2 und 3,7 Prozent, wie aus dem nun veröffentlichten Protokoll der April-Sitzung des Offenmarktausschusses hervorgeht. Im Januar war offiziell von einem Zuwachs des BIP zwischen 2,8 und 3,5 Prozent ausgegangen worden. Für 2011 bleibt die Fed unverändert bei Wachstumserwartungen zwischen 3,4 und 4,5 Prozent.
Trotz der besser eingeschätzten Wirtschaftsaussichten rechnet die Fed kurzfristig nicht mit Inflationsrisiken. Die Teuerung werde sich zwischen 1,2 und 1,5 Prozent einpendeln und damit noch unter den Erwartungen im Januar (1,4 bis 1,7 Prozent) liegen. Damit ist unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank in absehbarer Zeit den sich auf historisch niedrigem Niveau befindlichem Leitzins erhöht. Im April waren die amerikanischen Verbraucherpreise (ohne Lebensmittel und Energie) um 0,9 Prozent und damit so wenig wie seit 1966 nicht mehr gestiegen.
Die derzeit bei 9,9 Prozent liegende Arbeitslosenquote wird nach Einschätzung der FED im Laufe des Jahres leicht abnehmen, gleichwohl auf historisch hohem Niveau bleiben.
Zugleich diskutierte der Ausschuss über einen möglichen Verkauf immobilienbesicherter Anleihen. Die Mehrheit der Mitglieder seien zu dem Schluss gekommen, diese vorerst zu behalten, hieß es. Als Reaktion auf die schwerste Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren hatte die Fed immobilienbesicherte Anleihen im Wert von mehr als 1,4 Billionen Dollar aufgekauft.
rts
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