Wirtschaft

Nachfolger der AbwrackprämieFiat rechnet mit Gewinn

25.01.2010, 15:16 Uhr

Der italienische Fiat-Konzern blickt zufrieden auf das abgelaufene Jahr. Dank staatlicher Kaufanreize für Autokäufer steigt der Umsatz im Schlussquartal deutlich an. In Turin hofft man nun auf eine Fortsetzung der umstrittenen Prämienpolitik.

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Wichtig für Italien: Fiat-Chef Sergio Marchionne führt Premierminister Silvio Berlusconi ein neues Cabrio vor (Archivbild). (Foto: REUTERS)

Der italienische Autobauer Fiat hofft auf die Fortführung staatlicher Kaufanreize. 2010 sei ein "Übergangs- und Stabilisierungsjahr", erklärte der Konzern. In allen Geschäftsbereichen sei mit einem Wachstum zu rechnen - mit Ausnahme jedoch der Autosparte, zu der Marken wie Lancia, Alfa Romeo und Fiat gehören. Hier seien die Hilfsprogramme der Schlüssel.

Sollten die Anreize weitergeführt werden, dürfte der Handelsgewinn 2010 bei 1,5 Mrd. Euro liegen und der Umsatz um drei bis sechs Prozent auf bis zu 53 Mrd. Euro wachsen. Sollte es jedoch keine Förderungen geben, dann werde der Gewinn der Auto- und der Ersatzteilsparte um bis zu 400 Mio. Euro schrumpfen.

Zum Jahresende schlug sich der Konzern besser als erwartet: Das Unternehmen, das zu 20 Prozent am US-Hersteller Chrysler beteiligt ist, fuhr im vierten Quartal einen Handelsgewinn von 488 Mio. Euro ein. Das sind 28 Mio. Euro mehr als von Analysten erwartet.

Der Umsatz kletterte um 3,6 Prozent auf 13,6 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr 2009 lag er bei 50,1 Mrd. Euro. Die Fiat-Aktie tendierte im Nachmittagshandel nahezu unverändert.

Fiat ist der erste der großen europäischen Autobauer, der seine Zahlen für das Branchen-Krisenjahr 2009 vorgelegt hat. Im vergangenen Jahr wurde der Industriezweig durch staatliche Maßnahmen wie Abwrackprämien beim Kauf von Neuwagen in mehreren Ländern gestützt.

Quelle: rts