Wirtschaft

Nordsee-Eigner denken an IPOFisch auf dem Parkett

23.02.2010, 14:17 Uhr

"Fisch verliebt" - so wirbt die Imbisskette Nordsee und wächst. Mit Übernahmen soll diese Entwicklung anhalten. Das Geld dafür könnte von der Börse kommen.

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Mit Fischbrötchen an die Börse: Nordsee-Eigentümer ziehen diesen Schritt in Betracht. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Muttergesellschaft der Imbisskette Nordsee liebäugelt mit der Börse. "Das Unternehmen will weiter wachsen und sieht sich kontinuierlich nach möglichen Akquisitionskandidaten um. Entsprechend prüfen wir für eine Kapitalaufnahme verschiedene Optionen", sagte ein Sprecher der Beteiligungsgesellschaft. "Ein Börsengang in Frankfurt wäre eine unter mehreren." Deutsche Bank und Morgan Stanley arbeiteten bereits an Plänen für einen Börsengang, der im März stattfinden solle, berichtete die "Financial Times Deutschland" ohne Angaben von Quellen. Die beiden Investmentbanken wollten das nicht kommentieren.

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Heiner Kamps, Großinvestor bei Nordsee, könnte sich einen Börsengang schmecken lassen. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Sollte es zu einem Initial Public Offering (IPO) kommen, würde die Beteiligungsgesellschaft Heiner Kamps, an der Milchmilliardär Theo Müller und der ehemalige Bäckereiunternehmer Heiner Kamps die Mehrheit halten, nur noch einen Minderheitsanteil behalten, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Derzeit hält Müller 47 Prozent der Anteile, Kamps 41 Prozent. Die verbleibenden zwölf Prozent sind gestreut. Neben Nordsee gehören auch noch andere Nahrungsmittelunternehmen zu dem Beteiligungsunternehmen, unter anderem der Feinkosthersteller Homann. Im ersten Halbjahr 2009 setzte die Beteiligungsfirma 363 Mio. Euro um und erzielte ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 18,5 Mio. Euro.

Kabel Deutschland will auf jeden Fall

Seit Monaten ist kein Unternehmen mehr an die Börse gegangen, weil Investoren angesichts der Finanzkrise um Aktien unbekannter Unternehmen zuletzt einen weiten Bogen machten. Doch nachdem sich die Lage an den internationalen Märkten etwas gebessert hat, rechnen Experten in Kürze mit ersten Neuzugängen auf dem deutschen Börsenparkett. Kabel Deutschland ist einer von ihnen.

Quelle: rts