Wirtschaft

"AAA"-Rating ist in GefahrFitch droht USA

27.02.2013, 18:32 Uhr
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Fitch warnt und mahnt: Den USA droht der Verlust ihrer Topbonität. (Foto: picture alliance / dpa)

Standard & Poor's hat die Top-Bonität der USA schon lange kassiert. Fitch könnte nun folgen - wenn das Thema Schuldenobergrenze nicht schnellstmöglichst gelöst werde. Im US-Haushaltsstreit könnte es bereits zum 1. März zu automatischen Budgetkürzungen kommen.

Den USA droht der Entzug der Bonitätstopnote "AAA" durch die Ratingagentur Fitch. Der Verlust der Spitzen-Kreditwürdigkeit sei wahrscheinlich, wenn die weltgrößte Volkswirtschaft nicht rechtzeitig ihre Schuldenobergrenze anhebe, warnen die Bonitätsprüfer in einer Analyse. Die Aussetzung des gesetzlichen Schuldendeckels bis zum 19. Mai habe den Druck nur vorübergehend reduziert.

Trotz des andauernden Haushaltsstreits in den USA sieht Fitch hingegen kein akutes Abwertungsrisiko. Sollten die automatischen Budgetkürzungen am 1. März eintreten, werde dies nicht zwingend zu einer Abstufung führen, hieß es. Allerdings könne das Vertrauen in den zur Verteidigung der Top-Bonität nötigen Defizitabbau weiter in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn keine Einigung über neue Sparmaßnahmen erzielt werde.

Wenn sich Demokraten und Republikaner nicht zügig auf einen gemeinsamen Kurs zur Defizitreduzierung verständigen, wird das Budget zum Monatswechsel mit der Rasenmähermethode gekürzt. Bis zum Ende des Haushaltsjahres am 30. September würden die Staatsausgaben um 85 Mrd. Dollar (65 Mrd. Euro) beschnitten.

Die USA verfügen bei Fitch zwar noch über die Bestnote "AAA", allerdings ist der Ausblick negativ. Bei der zweiten großen Ratingagentur Moody's sieht es genauso aus. Standard & Poor's hatte die Top-Kreditwürdigkeit bereits 2011 kassiert.

Quelle: ntv.de, dpa