Donnerstag, 04. Juni 2009
Opel soll schneller profitabel werden: Forster packt der Ehrgeiz
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Carl-Peter Forster sieht derzeit kein Risiko einer Pleite.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Chef des Restrukturierungsteams für die neue Adam Opel AG, Carl-Peter Forster, will mit Opel bereits vor 2013 wieder Gewinn machen. Die Aussage von Magna-Chef Frank Stronach, Opel werde erst in vier Jahren wieder profitabel arbeiten, habe seinen "vollen Ehrgeiz geweckt", das Gegenteil zu beweisen, sagte Forster der "Bild"-Zeitung.
Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna und die russische Sberbank wollen Opel in den kommenden Monaten übernehmen. Es seien "noch jede Menge schwierige Details zu klären", sagte Forster dem Blatt. Das Risiko einer Pleite sehe er aber "derzeit gar nicht".
Opel habe eine solide Brückenfinanzierung, um die Verträge auszuarbeiten und "unsere Zukunft zu gestalten". Der Staatskredit in Höhe von 1,5 Mrd. Euro werde "mindestens so lange ausreichen, bis die Verträge mit den Investoren unterschrieben seien. Das könne bis zu sechs Monate dauern.
Forster verteidigte die staatliche Hilfe für Opel; der Autobauer sei ein Sonderfall. "Wir wurden doppelt hart getroffen: durch die schwere Krise der Konzernmutter General Motors in den USA und die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg." Eine solche Situation gebe es bei anderen Unternehmen nicht.
Fiat und BAIC lassen nicht locker
Unterdessen buhlen der italienische Autohersteller Fiat und der chinesische Rivale BAIC angeblich weiter um Opel. Sollten die Verhandlungen zwischen der bisherigen Opel-Mutter General Motors (GM) und dem Investor Magna doch noch scheitern, sei man bereit, wieder über einen Einstieg zu reden, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus Fiat-Kreisen. In Regierungskreisen sei dies bestätigt worden.
Demnach gehört auch BAIC weiter zu den Bietern. Das Angebot der Chinesen lasse aber noch viele Fragen offen, hieß es. Eine BAIC- Delegation hatte sich nach Angaben der Zeitung am Dienstag mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums und des Kanzleramts in Berlin getroffen. Ursprünglich hatte auch der US-Finanzinvestor Ripplewood um Opel mitgeboten.
Mit dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna besteht zwar eine vorläufige Vereinbarung, der Einstieg bei Opel ist aber noch nicht in trockenen Tüchern. Magna selbst hatte ausdrücklich erklärt, dass die Übernahme noch scheitern könnte.
wne/AFP/dpa
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