Montag, 01. März 2010
Opel-Betriebsratschef fordert Milliarde: GM soll kräftig investieren
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz verlangt vom Mutterkonzern General Motors eine Milliardeninvestition für die Sanierung. Der US-Konzern müsse seiner Europatochter eine Perspektive bieten und mindestens eine Milliarde Euro in die Restrukturierung stecken, forderte Franz. Dies würde auch die Chancen des Autobauers auf Staatshilfen verbessern."GM muss zügig und schnell Verantwortung übernehmen. Wir können diese Hängepartie für Kunden und Mitarbeiter nicht länger akzeptieren", sagte Franz. Es könne nicht angehen, dass allein die Länder mit Opel-Standorten und die Arbeitnehmer Beiträge zur Opel-Sanierung liefern. Auch GM müsse sich an den Kosten beteiligen und so künftige Investitionen - etwa in neue Produkte - sicherstellen.
GM sieht bislang keine Pflicht
Bund und Länder hatten in den Verhandlungen mit Opel-Chef Nick Reilly ebenfalls einen höheren Sanierungsbeitrag von GM gefordert. Bislang sieht die US-Mutter ihre Beiträge mit der Rückzahlung des Brückenkredits für Opel geleistet. Opel hat europaweit Staatshilfen über 2,7 Mrd. Euro beantragt, 1,5 Mrd. davon sollen aus Deutschland kommen.
Neben Zusagen für die dringend benötigten Staatshilfen fehlt Reilly auch noch grünes Licht der Arbeitnehmer für die geplanten Gehaltseinsparungen. Die Beschäftigten sollen europaweit über Lohnzugeständnisse pro Jahr 265 Mio. Euro sparen helfen. Dazu müsse Opel rasch in "konstruktive und kompromissbereite" Verhandlungen mit den Belegschaftsvertretern einsteigen, sagte Franz. Im Gegenzug fordern die Beschäftigten eine Beteiligung an Opel und einen Erhalt des Werks im belgischen Antwerpen, das Reilly schließen will.
rts
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