Sberbank bekommt GeldGM wendet Klage ab
Der Streit zwischen General Motors und der russischen Sberbank wegen des geplatzten Opel-Verkaufs ist zu Ende. Die Amerikaner zahlen dem Geldinstitut eine unbekannte Summe. Die Sberbank wollte gemeinsam mit dem Zulieferer Magna Opel übernehmen.
Der US-Autokonzern General Motors und die russische Sberbank haben ihren Streit um den geplatzten Opel-Deal beigelegt. GM habe der größten Bank Russlands dafür Geld gezahlt, verlautete aus Verhandlungskreisen. Welche Summen geflossen sind, wurde nicht bekannt.
GM und Sberbank teilten gemeinsam mit, sie hätten sich auf eine für beide Seiten akzeptable Lösung in der Frage sämtlicher Entschädigungsforderungen geeinigt. GM hatte im November nach monatelangen Verhandlungen mit der Sberbank und dem kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna überraschend erklärt, Opel nun doch selbst sanieren zu wollen.
Sberbank und Magna wollten einen Mehrheitsanteil an dem Rüsselheimer Traditionskonzern übernehmen. Der Chef der staatlich kontrollierten Finanzinstituts aus Russland, German Gref, hatte bei ausbleibender Entschädigung mit Klage gedroht.
Neben der Bietergruppe Magna/Sberbank hatten zeitweise auch der italienische Autohersteller Fiat, der Finanzinvestor RHJI und der chinesische Autobauer BAIC für Opel geboten. Die Sberbank hatte sich durch den Einstieg bei dem Rüsselsheimer Autobauer einen Schub für die kriselnde Autoindustrie Russlands erhofft.