Donnerstag, 04. Februar 2010
Tiefrote Zahlen: GMAC geht's sehr schlecht
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Der schwer angeschlagene US-Autofinanzierer GMAC rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Im Schlussquartal schrieb die ehemalige Tochter des Autokonzerns General Motors einen Verlust von fünf Milliarden Dollar. Damit verdoppelte sich das Minus im Gesamtjahr 2009 auf 10,3 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte eine Steuergutschrift kurzzeitig zu glänzenden Zahlen verholfen.
Während das Autofinanzierungsgeschäft selbst profitabel war, litt GMAC unter missglückten Hypothekengeschäften seiner Töchter ResCap, Ally Bank und ResMor Trust. Der US-Immobilienmarkt war in der Krise zusammengebrochen, viele Schuldner können ihre Raten nicht mehr zahlen. Mit hohen Abschreibungen auf die Hypotheken versucht GMAC jetzt, reinen Tisch zu machen.
Milliarden vom Staat
Der Staat hatte GMAC mehrfach unter die Arme greifen müssen. Die Hilfe summiert sich auf mittlerweile auf 16,3 Milliarden Dollar. Infolgedessen hat die US-Regierung das Sagen bei dem Unternehmen. Sie stuft GMAC als wichtig für die Belebung der US-Autoindustrie ein. GMAC finanziert sowohl Wagen von General Motors als auch von Chrysler.
General Motors hatte GMAC im Jahre 2006 und damit noch vor der Finanzkrise mehrheitlich an den Finanzinvestor Cerberus verkauft. Die späteren Turbulenzen trafen den Autofinanzierer besonders hart. Neben GMAC hatte der Staat eine ganze Reihe von Großunternehmen übernehmen müssen, darunter den Versicherungsgiganten AIG und die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae and Freddie Mac. Auch bei der Großbank Citigroup ist der Steuerzahler der Hauptaktionär.
wne/dpa
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