Erste Prognose für 2011Gewinnsprung bei K+S

Im Winter profitiert K+S von der Streusalznachfrage, im abgelaufenen Quartal ist es das Düngemittelgeschäft, das dank gestiegener Getreidepreise Zuwächse beschert. Nach einem satten Gewinnplus knüpft sich der Konzern den Jahresausblick vor.
Die Landwirte rennen dem Düngemittelhersteller K+S derzeit die Türen ein. Angesichts anhaltend hoher Preise für Weizen, Mais und andere Agrarprodukte setzen sie so viel Düngemittel ein wie selten zuvor und füllen damit die Kassen von K+S. Im zweiten Quartal baute der Konzern seinen Betriebsgewinn nach eigenen Angaben um 38 Prozent auf 191,9 Mio. Euro aus und übertraf damit leicht die Schätzungen der Analysten. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro.
"Die positive Entwicklung dürfte sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen", sagte Firmenchef Norbert Steiner, der für 2011 erstmals konkrete Ziele nannte. Der Umsatz soll demnach auf 5,0 Mrd. bis 5,3 Mrd. Euro steigen (2010: 4,63 Mrd. Euro), das operatives Ergebnis auf 0,95 Mrd. bis 1,05 Mrd. Euro (0,71 Mrd. uro).
Nachfrage zieht deutlich an
K+S profitiert derzeit wie die Konkurrenten Potash und Mosaic davon, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln besonders in den Schwellenländern rasant steigt und Getreide zudem immer öfter auch zur Produktion von Biotreibstoff verwendet wird.
Die in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegenen Preise für viele Agrarrohstoffe sind zuletzt zwar leicht zurückgegangen, befinden sich jedoch weiter auf einem sehr hohen Niveau. "Auch die Futures der kommenden Jahren deuten auf gut auskömmliche Preise hin", sagte K+S-Chef Steiner. Er gehe deshalb nicht davon aus, dass die jüngsten Verwerfungen an den Kapitalmärkten das Geschäft von K+S signifikant belasten werden.
Compo-Verlauf belastet
Der bereinigte Überschuss von K+S ging im zweiten Quartal wegen eines Buchverlust von 104 Mio. Euro im Rahmen des Verkaufs der Blumenerde-Sparte Compo um gut 70 Prozent auf 29,2 Mio. Euro zurück. K+S hatte die Sparte im Juni für 205 Mio. Euro an den Finanzinvestor Triton veräußert, um sich ganz auf sein Kerngeschäft mit Kali-Düngemittel und Salz zu konzentrieren. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen jedoch mit einem Anstieg des bereinigten Konzernergebnisses auf 560 Mio. bis 630 Mio. Euro nach 445 Mlo. Euro vor einem Jahr.