Arbeit für Karstadt lohnt sichGörg kassiert ab
Hinter Hans-Hubert Görg liegen nervenaufreibende Monate bei Karstadt, die mit der Rettung des Unternehmens endeten. Dafür erhält der Insolvenzverwalter rund 32 Millionen Euro brutto. Zwei Millionen gegen an die Mitglieder des Gläubigerausschusses. Görg ist weiter Insolvenzverwalter für mehr als 40 Einzelgesellschaften des untergegangenen Arcandor-Konzerns.
Im Karstadt-Insolvenzverfahren erhalten der Insolvenzverwalter und der Gläubigerausschuss zusammen rund 34 Millionen Euro. Davon erhält Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg rund 32 Millionen Euro brutto und gut 27 Millionen Euro netto. Die zwölf Mitglieder des Gläubigerausschusses erhalten zusammen rund zwei Millionen Euro. Ein Sprecher der Insolvenzverwaltung bestätigte entsprechende Schreiben des Essener Amtsgerichts und des Insolvenzverwalters.
Unter den Mitgliedern des Insolvenzausschusses sind unter anderem Vertreter von Banken, Versicherungen, Betriebsrat, Bundesagentur für Arbeit, Pensionssicherungsverein oder dem Land. Nach früheren Angaben von Görg betragen die Gerichtskosten zehn Millionen Euro. Die Gesamtkosten bezifferte Görg für Karstadt auf 50 Millionen Euro.
Das Geld wird aus der Insolvenzmasse bezahlt. Das Insolvenzverfahren hatte 16 Monate gedauert. Zum 1. Oktober hatte Investor Nicolas Berggruen die Warenhauskette übernommen.
Auch nach der Aufhebung des Karstadt-Verfahrens bleibt Görg weiter Insolvenzverwalter für mehr als 40 Einzelgesellschaften des ehemaligen Arcandor-Konzerns. Als größere Verfahren gelten noch Quelle oder die Dachgesellschaft Arcandor.