Wirtschaft

Geld-zurück-GarantieGoldman ändert Boni-Regeln

27.12.2010, 07:55 Uhr

Die US-Bank Goldman Sachs führt ein neues Bonusprogramm ein, das sich am langfristigen Unternehmenserfolg orientiert. Gehen die Führungskräfte zu große Risiken ein, können ihnen die Sonderzahlungen wieder genommen werden.

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Die Zentrale von Goldman Sachs in New York. (Foto: REUTERS)

Die US-Bank Goldman Sachs reagiert auf die Erfahrungen aus der Finanzkrise mit neuen Bonusregeln: Danach sollen Sonderzahlungen stärker an längerfristigen Kriterien geknüpft werden. Gehen die Banker zu große Risiken ein, können Boni und Prämien auch wieder gestrichen werden. Die neuen Regeln sollten sicherstellen, dass das firmeninterne Anreizsystem im Einklang mit der langfristigen Existenzsicherung des Unternehmens steht, heißt es zur Begründung.

Zahlreiche Banken hatten der US-Regierung bereits im Sommer versprochen, über solche schärferen Bonusregeln nachzudenken. Der Bericht eines Sonderbeauftragten von Präsident Barack Obama, Kenneth Feinberg, hatte zuvor aufgedeckt, dass viele amerikanische Geldhäuser auf dem Höhepunkt der Finanzkrise ihren Spitzenmanagern höchst fragwürdige Boni gezahlt hatten. Goldman Sachs schränkt diese Praxis nun offenbar ein.

Die Regierung hatte argumentiert, die Zahlungen seien nicht ungesetzlich, stünden aber im Widerspruch zum öffentlichen Interesse. Wegen der mangelnden rechtlichen Handhabe hatte Feinberg die Banken daher aufgefordert, in Verträgen künftig festzuschreiben, dass Vorstände Bonus-Zahlungen streichen oder verändern können, wenn das Geldhaus in eine Krise schlittert.

Quelle: rts/dpa