Wirtschaft

Reifen für unverkaufte AutosGoodyear muss bremsen

28.10.2009, 17:33 Uhr

Der US-Reifenriese Goodyear muss im Zusammenhang mit der branchenweiten Absatzkrise noch mehr Jobs streichen als zunächst geplant. Auch in den deutschen Werken fallen Stellen weg.

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Alles bereit, jetzt fehlt nur noch der Wagen. (Foto: REUTERS)

Der Sparkurs und geringere Materialkosten ließen den Gewinn beim Continental-Rivalen zuletzt steigen, obwohl die Einnahmen weiter sanken. Goodyears Überschuss lag im dritten Quartal bei 72 Mio. Dollar (rund 49 Mio. Euro) nach nur 31 Mio. ein Jahr zuvor. Analysten hatten weniger Gewinn erwartet. Der Umsatz fiel aber wegen der Talfahrt in der Autobranche und durch Währungseffekte um 15 Prozent auf knapp 4,4 Mrd. Dollar, teilte Goodyear Tire & Rubber am Konzernsitz in Akron im US-Bundesstaat Ohio mit.

Für die gesamte Branche erwartet der zu den weltweit führenden Herstellern zählende Konzern im nächsten Jahr Wachstum. Besonders neue spritsparende Reifenmodelle könnten den Absatz ankurbeln. Zu Goodyear gehören unter anderem auch die Marken Dunlop und Fulda.

Bislang hat Goodyear in diesem Jahr bereits 5800 Arbeitsplätze gestrichen. Das sind schon 800 Jobs mehr als ursprünglich für 2009 vorgesehen. Die gesamten jährlichen Einsparungen seien mittlerweile auf 540 Mio. Dollar gestiegen.

In Deutschland trafen die Kürzungen etwa die Reifenfabrik im hessischen Hanau. Goodyear beschäftigte hierzulande zuletzt insgesamt mehr als 7000 Mitarbeiter an sieben Standorten.

Quelle: dpa