Wirtschaft
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Sprit neigt sich dem Ende zu: Griechenland im Dauerstreik

Die Beschäftigten der staatlichen Raffinerien, die zwei Drittel der griechischen Tankstellen beliefern, streiken. Der Sprit würde normalerweise sieben Tage lang reichen. Aus Angst vor Benzinknappheit bilden sich aber lange Schlangen vor den Zapfsäulen, so dass die Tanks auch schneller leer sein könnten. Auch anderswo liegt das öffentliche Leben lahm.

Die Streiks in Griechenland nehmen kein Ende: Aus Protest gegen anstehende Entlassungen und Gehaltskürzungen sind die Beschäftigten der staatlichen Raffinerien in den Streik getreten. Sie beliefern mehr als zwei Drittel der Tankstellen in Griechenland.

Autofahrer könnten bald auf dem Trockenen sitzen.
Autofahrer könnten bald auf dem Trockenen sitzen.(Foto: REUTERS)

Aus Angst vor Benzinknappheit bildeten sich spontan lange Warteschlangen vor den meisten Tankstellen des Landes. "Wir haben Sprit für sieben Tage. Wenn es aber so weiter geht, werden wir bald leere Tanks haben", sagte der Präsident des Verbandes der Tankwarte, Giorgos Asmatoglou, im Fernsehen.

Staatsbedienstete besetzten abermals symbolisch die Eingänge zahlreicher Ministerien. Zudem setzten die bei den Kommunen Beschäftigten ihren seit einer Woche andauernden Streik fort. Dieser hat Auswirkungen hauptsächlich bei der Müllabfuhr. In fast allen Stadtteilen von Athen und in anderen Städten des Landes haben sich Berge von Müll gebildet. Müll wird nur aus Krankenhäusern und Schulen abgeholt.

Auch im Flugverkehr gab es erhebliche Probleme. Die Fluglotsen arbeiten nach Vorschrift. Aus diesem Grund gibt es nach Angaben ihrer Gewerkschaft erhebliche Verspätungen vor allem im Inlandverkehr. 

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Quelle: n-tv.de

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