Loch noch nicht gestopftHSH Nordbank tiefrot
Die mit großer staatlicher Anstrengung gerettete HSH Nordbank ist weiter in der Verlustzone. Im vergangenen Jahr wird ein Minus von einer Milliarde Euro veranschlagt. Im kommenden Jahr will das Geldinstitut wieder schwarze Zahlen schreiben.
Die Hinweise auf einen erneuten Milliardenverlust der HSH Nordbank verdichten sich. Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein habe das Jahr 2009 mit einem Verlust von einer Milliarde Euro abgeschlossen.
Die Meldung wurde von einem Sprecher der Bank zwar ausdrücklich nicht bestätigt, da der Jahresabschluss für 2009 seinen Angaben zufolge noch nicht festgestellt ist und dem Aufsichtsrat erst am 14. April vorgelegt wird. HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher hatte jedoch vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft vor zwei Wochen erklärt, dass sich der Verlust der Bank im Rahmen der Planung bewege. Diese Planung sah rund eine Milliarde Euro Verlust vor, noch vor den Garantiekosten der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein.
Die HSH Nordbank, der weltgrößte Schiffsfinanzierer, ist durch risikoreiche Geschäfte während der Finanzkrise haarscharf an der Pleite vorbeigeschlittert und nur durch Kapital und Garantien der Bundesländer und des Bankenfonds SoFFin gerettet worden. Der Verlust für 2008 betrug 2,8 Milliarden Euro.
Im kommenden Jahr will das Geldinstitut wieder in die Gewinnzone zurückkehren.