Noch kein DurchbruchHändler schieben Adventsfrust
Das dritte Adventswochenende bringt den deutschen Einzelhändlern nicht den erhofften Umsatz. Der Branchenverband HDE sieht noch keinen Durchbruch und setzt seine Hoffnung nun ganz auf einen starken Endspurt.
Am dritten Adventswochenende haben die deutschen Einzelhändler nicht den erhofften Umsatz erzielt. Es habe nicht den Durchbruch gegeben, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Auch in der vergangenen Woche setzte sich das Auf und Ab im diesjährigen Weihnachtsgeschäft fort, das den Handel bisher noch nicht zufrieden stellen konnte", sagte Branchensprecher Hubertus Pellengahr. Die Unternehmen hofften nun auf einen starken Endspurt. Deutlich zufriedener zeigten sich die Geschäftsleute überall dort, wo es kalt und winterlich war. Vor allem in Süddeutschland hatte es am Wochenende geschneit.
Für die kommende Woche und das letzte Adventswochenende seien die Erwartungen nun hoch gesteckt. "Je näher das Christfest kommt, desto mehr Bundesbürger sind auf der Suche nach Geschenken", betonte Pellengahr. Insgesamt erwartet der HDE im diesjährigen Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von rund 73 Mrd. Euro und damit ein Minus von 1,5 Prozent.
Auf weiterhin niedrige Preise können sich die Verbraucher im kommenden Jahr im Lebensmitteleinzelhandel einstellen. Die Preiskämpfe würden dort weitergehen, sagte der Chef des Marktforschungsinstituts GfK in Nürnberg, Klaus Wübbenhorst, der "Welt". Bereits in diesem Jahr hatten die Discounter in mindestens zwölf Runden die Preise für wechselnde Grundnahrungsmittel gesenkt. Meist führte Aldi diese Runde an. Beim Konsum erwartet Wübbenhorst 2010 eine Stagnation, aber keinen Rückgang. Wie das Jahr an den Ladenkassen verlaufen werde, hänge maßgeblich von der Entwicklung der Arbeitslosenzahl ab.