Wirtschaft
Harley-Davidson-Bikes haben Fans auf der ganzen Welt. Da bleibt kein Design-Wunsch offen.
Harley-Davidson-Bikes haben Fans auf der ganzen Welt. Da bleibt kein Design-Wunsch offen.(Foto: picture alliance / dpa)

"Persönliche Freiheit" verkauft sich gut: Harley wie im Rausch

Absatzkrise? Bei Harley-Davidson ist davon keine Spur. Schwere Motorräder sind wieder in, die Verkaufszahlen von 2012 beweisen das. Fast eine Viertel Million Harleys verkauft der Konzern. Der Umbau mitsamt Sanierung und Entlassungen trägt Früchte.

Die chromverzierten Kultmotorräder von Harley-Davidson verkaufen sich so gut wie lange nicht mehr. Die Händler wurden im vergangenen Jahr mehr als 249.800 Maschinen los, wie der US-Hersteller mitteilte. Das war ein Zuwachs von gut 6 Prozent. Harley-Davidson legte dabei einen veritablen Schlussspurt hin: Im 4. Quartal stiegen die Verkäufe um fast 8 Prozent auf 43 400.

Harley-Davidson erfülle "die Wünsche der Menschen nach persönlicher Freiheit", sagte Firmenchef Keith Wandell. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 5 Prozent auf rund 5,6 Mrd. Dollar (4,2 Mrd. Euro) und der Gewinn verbesserte sich um 4 Prozent auf unterm Strich 624 Mio. Dollar. Das 4. Quartal warf dabei wegen eines Sondereffekts allerdings weniger Geld ab als im Vorjahreszeitraum.

Harley-Davidson hatte in der Wirtschaftskrise vor vier Jahren noch ums Überleben kämpfen müssen, weil die Verkäufe der teuren Maschinen eingebrochen waren. Firmenchef Wandell gab in der Not die Marken MV Agusta und Buell auf, strich tausende Jobs und stellte die Produktion um.

Heute profitiert der Hersteller von seiner Neuaufstellung: Er schreibt seit einiger Zeit solide Gewinne. Der Umbau liege nun «weitgehend hinter uns», erklärte Wandell. An der New Yorker Börse legten die Aktien um rund 1 Prozent zu.

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Quelle: n-tv.de

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