Dienstag, 13. Oktober 2009
Fusion mit Manroland kommt nicht: HeidelDruck-Boss gelassen
Die Heidelberger Druckmaschinen AG sieht sich nach den gescheiterten Fusionsverhandlungen mit Wettbewerber Manroland gut aufgestellt und will die Suche nach Investoren nicht verstärken.Auf Fragen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zur gescheiterten Fusion wich Vorstandschef Bernhard Schreier zwar aus, er sagte jedoch, er denke nicht, dass Banken und Bürgen die zusätzlichen Risiken potentieller Kooperationen und Fusionen mittragen wollten.
Banken und Bürgen wären nach seiner Einschätzung erst dann bei einer Transaktion dabei, wenn sich die Risiken im Vergleich zur Stand-alone-Basis nicht verschlechterten. Weiter sagte der Manager, die Suche nach Investoren habe bei Heidelberger Druckmaschinen nie nachgelassen, "und deshalb muss ich die Suche jetzt auch nicht verstärken".
Schreier sieht sein Unternehmen als richtig aufgestellt, die Kostensenkungsmaßnahmen seien im Plan. "Wir werden dieses Geschäftsjahr bereits unser Einsparziel für nächstes Jahr von rund 400 Mio. Euro knapp erreichen, außerdem haben wir unsere Kreditlinien bis Mitte 2012 gesichert. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagte der Manager der "FAZ".
Wenn die Konjunktur wieder anziehe, werde Heidelberger Druckmaschinen wieder mehr als drei Mrd. Euro im Jahr umsetzen. Wenn sich die aktuell rund 500 Mio. Euro Quartalsumsatz dauerhaft fortschreiben würden, wären die Kostenmaßnahmen zwar nicht ausreichend. Aber damit rechne der Konzern nicht. Für den Aufschwung wolle das Unternehmen Kapazitäten vorhalten. Zu den Gesprächen mit Wettbewerber Koenig & Bauer sagte Schreier, wenn mit einem Partner intensivere Gespräche geführt würden, rückten andere automatisch etwas in den Hintergrund.
wne/DJ
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