Donnerstag, 26. November 2009
Vertriebsvorstand geht: Heidelberger Druck baut um
Der verlustreiche Maschinenbauer Heidelberger Druck organisiert sich neu und baut seinen Vorstand um. Ein neuer Zuschnitt der Sparten und neue Köpfe sollen helfen, aus der Krise zu kommen.Auf der Strecke bleibt dabei Vertriebschef Jürgen Rautert. Er scheide einvernehmlich aus dem Vorstand aus, teilte die Konzernführung mit. Seine Aufgaben bei dem Weltmarktführer übernimmt Konzernchef Bernhard Schreier. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, Rautert müsse gehen, weil er Gegner der Fusionsbemühungen Schreiers mit dem zweitgrößten Hersteller Manroland sei.
Beiden Unternehmen sind in der Wirtschaftskrise die Aufträge weggebrochen. Heidelberger Druck musste Staatshilfe annehmen, um zu überleben. Der Konzern schreibt seit sechs Quartalen rote Zahlen. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres verzeichneten die Heidelberger einen Nettoverlust von 147 Mio. Euro. Mit dem Abbau von 4000 der früher rund 20.000 Stellen will der Konzern gegensteuern.
Weitere Besserung erhofft sich der Konzern von einer neuen Aufstellung: Vom 1. April 2010 gliedert sich das Unternehmen in die Sparten Geräte und Services sowie Finanzdienstleistungen. Bislang war es in Drucktechnik und nachgelagerte Technik wie Verpackungsmaschinen gegliedert. In diesen Sparten wurden auch Wartung oder der Verkauf von Verbrauchsmaterialien abgewickelt. An die Spitze der Geräte- Sparte rückt Stephan Plenz, an die der Service-Sparte Marcel Kießling. Beide steigen auch in den Vorstand auf. Die Finanzdienstleistungen verbleiben in der Zuständigkeit von Finanzchef Dirk Kaliebe.
jga/dpa
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