Daimler und Rolls-Royce bessern nachHöhere Offerte für Tognum
24 Euro pro Tognum-Aktie waren für Unternehmenschef Heuer zu wenig. Er pokerte mit den Daimler und Rolls-Royce weiter. Bei Übernahmeinteressenten gehen nun auf 26 Euro hoch. Mit dem Nachschlag wollen Daimler und Rolls-Royce ein Scheitern der Übernahme in letzter Minute verhindern.
Daimler und Rolls-Royce stocken ihr Übernahmeangebot für den Motorenbauer Tognum offiziell auf. Der schwäbische Autobauer und der britische Motorenhersteller erhöhen ihre Offerte von 24 Euro auf 26 Euro je Aktie. Die Aktionäre hätten nun bis 1. Juni Zeit, dem Bieterduo ihre Papiere anzudienen, teilten beide Unternehmen mit.
Die neue Offerte, über die Tognum, Daimler und Rolls-Royce auch am Wochenende unter Hochdruck verhandelten, bewertet das Friedrichshafener Unternehmen mit gut 3,4 Milliarden Euro statt bisher 3,2 Milliarden Euro. Die Bieter hoffen, die Tognum-Aktionäre so doch noch für sich zu gewinnen und den Deal in letzter Minute zu retten.
Die ursprüngliche Offerte hatten der Vorstand um Konzernchef Volker Heuer, der Aufsichtsrat und auch die Aktionäre als zu niedrig abgelehnt. Daimler und Rolls-Royce wurden bisher kaum Papiere angeboten. Daimler hält bereits 28,4 Prozent an Tognum und will im ersten Schritt zusammen mit Rolls-Royce mindestens 50 Prozent plus eine Aktie einsammeln.
Großinvestoren hatten zuletzt mehr als 30 Euro je Aktie gefordert, die Analysten von Equinet halten einen Preis von bis zu 31 Euro je Aktie für fair. Der niederländische Versicherer ING, mit neun Prozent zweitgrößter Tognum-Aktionär, hatte im Vorfeld 30 bis 32 Euro je Aktie als fairen Preis genannt.