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Wirtschaft

Freitag, 20. November 2009

Auswirkungen der Krise: Immer mehr Bilanzfälschungen

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise steigen auch die Fälle von Bilanzfälschung. Eine Studie der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers deckt einen erschreckenden Anstieg auf.
Es wird kräftig der Bleistift gespitzt.

Es wird kräftig der Bleistift gespitzt.

Eine Umfrage bei 3000 ranghohen Managern in 54 Ländern ergab, dass der Anteil von Bilanzfälschungen an den Wirtschaftsstraftaten 2009 auf 38 Prozent gestiegen ist. 2007 lag ihr Anteil noch bei 27 Prozent.

Die Entwicklung gehe einher mit einem höheren Druck auf die Beschäftigten, ihre Leistungsziele zu erreichen und ihren Job zu behalten. Eine weitere wichtige Rolle spiele der Zwang, Kapitalquellen zu erhalten oder zu erschließen. In einigen Unternehmen manipulierten Leute die Zahlen, um ihr Überleben zu sichern.

Rund 40 Prozent der von PwC befragten Unternehmen gab an, dass das Risiko von Bilanzfälschungen und anderen Wirtschaftsstraftaten wegen der Rezession gestiegen sei. Mehr als zwei Drittel räumten ein, dass höherer Druck oder größere Anreize das Risiko von Bilanzfälschungen erhöht haben. Der Personalabbau bei den Finanzabteilungen habe zudem die Möglichkeiten dafür erweitert.

wne/rts

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