Wirtschaft

Rückschlag im OktoberIndustrie mit Auftragsminus

07.12.2009, 12:57 Uhr

Der Auftragseingang der deutschen Industrie geht im Oktober nach sieben Anstiegen in Folge überraschend zurück. Die Aufträge fallen preis- und saisonbereinigt um 2,1 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet.

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In den Produktionshallen von Vossloh Locomotives in Kiel. (Foto: picture alliance / dpa)

Nach Angaben des des Bundeswirtschaftsministeriums war der Umfang an Großaufträgen für einen Oktober stark unterdurchschnittlich gewesen. Im Vormonat war die Produktion noch um nach oben revidierte 1,3 Prozent gestiegen (zunächst plus 0,9 Prozent). Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sanken die Aufträge um 8,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch um 12,8 Prozent gefallen waren.

Maßgeblich für den Rückgang der Bestellungen war vor allem das Nachlassen der Auslandsnachfrage um 3,5 Prozent. Die Inlandsnachfrage sank um 0,5 Prozent. Unter den industriellen Hauptgruppen verzeichneten die Hersteller von Investitionsgütern mit 4,5 Prozent die stärksten Einbußen. Vor allem die gesunkene Nachfrage nach Fahrzeugen habe sich bemerkbar gemacht. Die Nachfrage nach Konsumgütern schwächte sich geringfügig um 0,3 Prozent ab.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (September/Oktober gegenüber Juli/August) stieg der Auftragseingang um 1,2 Prozent. Dies war laut Wirtschaftsministerium allein dem kräftigen Anstieg der Auslandsnachfrage um 5,2 Prozent zu verdanken. Die Inlandsnachfrage ging hingegen um 3,1 Prozent zurück. Im Zweimonatsvergleich (September/Oktober) fielen die Aufträge auf Jahressicht um 10,8 Prozent.

Quelle: dpa