Wirtschaft
Produktion bei Rolls-Royce im brandenburgischen Dahlewitz.
Produktion bei Rolls-Royce im brandenburgischen Dahlewitz.(Foto: dpa)

Schwache deutsche Einkaufsmanager: Industrie setzt Talfahrt fort

Deutschland ist keine Insel der Sorglosen: Die schwächelnde Weltkonjunktur setzt dem Flaggschiff der Eurozone verstärkt zu. Der Industrie-Einkaufsmanagerindex befindet sich seit März im Sinkflug. Es mangelt an Neu- und Folgeaufträgen.

Die deutsche Industrie hat im Juni die höchsten Wachstumseinbußen seit drei Jahren verzeichnet. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe sank den vierten Monat in Folge und pegelte sich auf einen Stand von 45,0 ein, wie der Datendiensleister Markit bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete.

Das schwache Ergebnis war dennoch etwas besser als nach den vorläufigen Daten zu erwarten war. Aus ihnen hatte sich ein PMI von 44,7 ergeben hatte. Im Mai hatte das Konjunkturbarometer noch bei 45,2 haltgemacht. Die befragten Volkswirte hatten dagegen prognostiziert, dass der Index auf dem Stand der ersten Veröffentlichung von 44,7 verharren würde.

Vor allem wegen des Mangels an Neu- und Folgeaufträgen wurde die Produktion im Juni erneut stark zurückgefahren. Damit setzte sich die Auftragsflaute weiter fort, wobei von den Exportmärkten sogar noch weniger Bestellungen eingingen als im Vormonat. Der Rückgang bei den Preisen für Rohstoffe und Vormaterialien veranlasste die Unternehmen, ihre Verkaufspreise erstmals seit knapp zweieinhalb Jahren geringfügig herabzusetzen.

"Die rasch um sich greifende Europas Wirtschaft kühlt ab hat den exportlastigen deutschen Aufschwung ins Stottern gebracht und dafür gesorgt, dass der Industriesektor im Juni so stark geschrumpft ist wie seit drei Jahren nicht mehr", sagte Markit-Ökonom, Tim Moore.

Quelle: n-tv.de

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