Montag, 31. August 2009
Fußball-WM 2014 in Brasilien: Industrie spielt auf Sieg
Die deutsche Industrie rechnet sich bei den anstehenden Milliardeninvestitionen zur Vorbereitung der Fußball-WM 2014 in Brasilien gute Auftragschancen aus. Wirtschaftsminister Guttenberg verspricht den interessierten Unternehmern volle Unterstützung.
Noch ist keiner da: Bei den Vorbereitungen zur Fußballweltmeisterschaft 2014 wollen deutsche Unternehmen tatkräftig mitmischen.
(Foto: REUTERS)
Deutschland wolle mit seinen Erfahrungen Partner der Weltmeisterschaft 2014 sein und dazu beitragen, dass diese zum Erfolg werde, sagte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen in Vitória, rund 500 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro.
Guttenberg betonte, die deutschen Firmen stellten sich mit starkem Selbstbewusstsein dem Wettbewerb und verhielten sich nicht "abgeduckt". Mit Blick auf den geplanten Hochgeschwindigkeitszug zwischen São Paulo und Rio de Janeiro sicherte er den interessierten Firmen aus Deutschland die Unterstützung der Bundesregierung zu, sei es durch Garantien oder andere Maßnahmen.
Deutsche Unternehmen böten für den "Trem-Bala" genannten Hochgeschwindigkeitszug, der nach Vorstellung von Brasiliens Regierung schon 2014 die beiden Millionenstädte verbinden soll, sowohl die traditionelle Rad-Schiene- als auch die Magnetschwebebahn-Technologie an. An dem schätzungsweise mehr als 13 Mrd. Euro teuren Euro Projekt sind unter anderem der Siemens-Konzern und die Transrapid-Bauer interessiert.
Noch viel zu tun
Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, zeigte sich kämpferisch: "Die deutsche Industrie spielt nicht auf unentschieden. Wir wollen hier gewinnen." Allein in Projekte im direkten Zusammenhang mit der Fußball-WM 2014 werde Brasilien in den kommenden Jahren mehr als 40 Mrd. Dollar investieren. An allen Austragungsorten seien noch "umfangreiche Großinvestitionen notwendig", vor allem in den Stadienbau, Flughafenausbau, in Hotels und Sicherheit, sagte er.
In Brasilien sind 1200 deutsche Unternehmen aktiv, die etwa 10 Prozent zum industriellen Bruttoinlandsproduktes beitragen. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich 2008 auf knapp 18 Mrd. Euro - rund 40 Prozent des gesamten Handels zwischen Deutschland und Lateinamerika.
mmo/dpa
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