Wirtschaft

Weiter hohe Arbeitslosigkeit: Inflation in Eurozone sinkt

Der Inflationsdruck in der Eurozone kann einen leichten Rückgang verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Jahresrate um 0,1 Prozent. Wesentlich schlechter sieht es bei der Beschäftigung der EU-Bürger aus: Insgesamt sind 15,5 Millionen Menschen ohne Job.

Der Infaltionsdruck in der Eurozone sinkt, Preisstabilität ist aber nicht gewährleistet.
Der Infaltionsdruck in der Eurozone sinkt, Preisstabilität ist aber nicht gewährleistet.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Inflation im Eurogebiet schwächt sich leicht ab. Die Jahresrate sank im Mai im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung mitteilte. Diese kann später noch korrigiert werden. Im April hatten vor allem steigende Preise für Sprit und Heizöl die Inflation angeheizt. Details zur Eurozone wird Eurostat Mitte Juni mitteilen.

Preisstabilität ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank nur bei Inflationsraten von bis zu oder nahe 2 Prozent gewährleistet. Mit steigenden Raten wächst deshalb der Druck auf die Zentralbank, weiter an der Zinsschraube zu drehen. Im April hatte die Notenbank den Leitzins bereits im Hinweis auf Inflationsgefahren leicht angehoben. Experten rechnen mit einem neuen Schritt im Juli. Kritiker werfen der EZB vor, damit der Konjunktur in angeschlagenen Eurostaaten zu schaden und eine Erholung massiv zu erschweren.

Arbeitslosigkeit in Spanien am höchsten

Großer Andrang herrscht derzeit besonders auf spanische Arbeitsämter.
Großer Andrang herrscht derzeit besonders auf spanische Arbeitsämter.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern bleibt unterdessen unverändert hoch. Im April verharrte die Quote wie bereits im Februar und März bei 9,9 Prozent, wie Eurostat mitteilte. Rund 15,5 Millionen Menschen waren im Euroraum ohne Job. In allen 27 EU-Staaten betrug die Quote 9,4 Prozent, das war etwas niedriger als in den Vormonaten mit 9,5 Prozent.

Zwischen den EU-Ländern gibt es große Unterschiede. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten meldeten die Niederlande und Österreich (je 4,2 Prozent). Am höchsten war die Arbeitslosigkeit in Spanien (20,7 Prozent), Litauen und Lettland. Deutschland lag - wie im Vormonat - mit 6,1 Prozent auf dem vierten Platz unter den 27 Ländern.

Quelle: n-tv.de

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