Donnerstag, 12. November 2009
Wieder Friede, Freude, Eierkuchen: Intel einigt sich mit AMD
Mit einer Zahlung von 1,25 Mrd. US-Dollar an Mitbewerber will der Chiphersteller Intel mehrere Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung stoppen.
AMD gibt nun Ruhe.
(Foto: AP)
Der Intel-Konkurrent AMD werde im Gegenzug für die Zahlung alle seine derzeit laufenden Wettbewerbsverfahren gegen den Marktführer einstellen, erklärten beide Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung.
Die Vereinbarung solle "das schwierige Verhältnis" der beiden Unternehmen verbessern und dazu dienen, die Kräfte auf "Innovation und Entwicklung" zu konzentrieren, hieß es weiter.
AMD führte bislang ein Wettbewerbsverfahren gegen Intel im US-Bundesstaat Delaware und zwei weitere in Japan. Die nun gefundene Vereinbarung sieht auch den Abschluss eines neuen auf fünf Jahre angelegten Patentaustauschabkommens vor. "Diese Vereinbarung beendet alle juristischen Verfahren", heißt es in der Erklärung weiter.
Das Abkommen mit AMD bedeutete indes noch nicht das Ende der wettbewerbsrechtlichen Probleme von Intel. In der Vorwoche hatte der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats New York Ermittlungen gegen Intel wegen des Verdachts auf Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung aufgenommen. Er warf dem Konzern "Bestechung und Nötigung" vor. Erst im Mai hatte die EU-Kommission das Unternehmen zu einer Rekordstrafe von gut einer Mrd. Euro verurteilt.
wne/AFP
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