Angeschlagene AirlineJAL fliegt auf Sicht
Die angeschlagene Japan Airlines zieht ihre Jahresprognose zurück. Für das noch bis Ende März 2010 laufende Geschäftsjahr lässt das nichts Gutes erahnen.
Die Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) begründete den Schritt mit dem schwierigen Geschäftsumfeld. Das Unternehmen hatte für das bis Ende März gehende Finanzjahr mit einem Nettoverlust von 469 Mio. Euro gerechnet. JAL befindet sich seit Monaten in einer finanziell angespannten Situation und bemüht sich um weitere Staatshilfen.
Im ersten Halbjahr rutschte die Fluglinie tief in die roten Zahlen. Der Nettoverlust lag in den sechs Monaten bis September bei umgerechnet rund 977 Mio. Euro (131,22 Mrd. Yen), teilte das Unternehmen weiter mit. Im Vorjahreszeitraum hatte JAL noch einen Überschuss von 273 Mio. Euro erwirtschaftet.
JAL leidet wie andere Fluggesellschaften auch unter dem rückläufigen Passagier- und Frachtgeschäft im Zuge der Wirtschaftskrise. Erschwerend hinzu kommen bei den Japanern ein Schuldenberg von 10,1 Mrd. Euro und gewaltige Pensionsverpflichtungen.
Japan Airlines hatte daher erst kürzlich Hilfen von der Regierung beantragt. Seit 2001 griff der Staat JAL bereits drei Mal unter die Arme.