Sonntag, 09. August 2009
Vorwürfe gegen Rio Tinto: Jahrelange Spionage
Im angeblichen Spionage-Fall von Rio Tinto haben die chinesischen Behörden die Zahlen über die mutmaßlichen Schäden durch das australische Unternehmen bekannt gegeben. Demnach sollen die Stahlhersteller aus dem Reich der Mitte fast 700 Milliarden Yuan zuviel für Eisenerz bezahlt haben. Woher diese Zahl kommt ist allerdings unklar.
Eine ganze Menge Vorwürfe gegen Rio Tinto haben die chinesischen Behörden veröffentlicht.
(Foto: REUTERS)
China hat dem Bergbaukonzern Rio Tinto vorgeworfen, über sechs Jahre Industriespionage betrieben zu haben. Die Nationale Behörde zum Schutz von Staatsgeheimnissen erklärte am Wochenende auf ihrer Internet-Seite, die Daten über den chinesischen Stahlsektor auf beschlagnahmten Rio-Tinto-Computern zeigten den massiven Schaden, der entstanden sei. So hätten chinesische Stahlhersteller 700 Milliarden Yuan (etwa 72 Milliarden Euro) mehr für Eisenerz bezahlen müssen. Wie sich die Summe berechnete, wurde nicht mitgeteilt. Eine Rio-Sprecherin in Australien lehnte eine Stellungnahme mit dem Hinweis ab, ihr liege der Bericht nicht vor.
China hat vier Mitarbeiter von Rio unter dem Vorwurf festgenommen, sie hätten sich Zugang zu Staatsgeheimnissen über die Eisenerz-Verhandlungen verschafft. Rio hat erklärt, die Angestellten hätten sich nicht unethisch Verhalten. Der Fall hat die Beziehungen zwischen Australien und China belastet.
mme/rts
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