Wirtschaft
Umgerechnet 10,46 Euro je Aktie: Die japanische Post geht in die Privatisierung.
Umgerechnet 10,46 Euro je Aktie: Die japanische Post geht in die Privatisierung.(Foto: REUTERS)

Weltgrößer Börsengang des Jahres: Japan Post elektrisiert Anleger

In Japan fiebern Analysten einem Wendepunkt in der japanischen Wirtschaftsgeschichte entgegen: Mit dem Parkett-Debüt der Japan Post Group steht nichts weniger als der weltweit größte Börsengang des laufenden Jahres bevor.

In Japan bereitet sich der frühere Staatskonzern Japan Post auf den vorläufigen Höhepunkt der seit Jahrzehnten diskutierten Privatisierung vor. Angesichts der angepeilten Einnahmen von umgerechnet insgesamt 10,4 Milliarden Euro sprechen Beobachter vom weltweit größten Börsengang des laufenden Jahres.

Der Ausgabepreis für Anteile an der Dachholding der japanischen Post liegt nach Angaben der Tokioter Börse bei 1400 Yen (10,46 Euro). In der vergangenen Woche waren bereits die Ausgabepreise für das Versicherungs- und das Bankengeschäft der Post festgelegt worden, die separat an die Börse gehen sollen. Alle drei zusammengenommen könnten zum Handelsbeginn in der nächsten Woche 1400 Milliarden Yen einbringen, umgerechnet 10,4 Milliarden Euro.

Eine Holding, vier Sparten

Die japanische Post mit landesweit 24.000 Filialen befindet sich derzeit noch zu 100 Prozent im Staatsbesitz. Sie war 2007 in vier Einzelunternehmen unter dem Dach einer Holding aufgeteilt worden. Die Sparten sind zuständig für Schalter-Dienstleistungen, Postzustellungen, Bankgeschäfte und Versicherungen. Die Aufspaltung ist in Japan politisch schwer umstritten.

In den Pensionskassen des zur Privatisierung anstehenden Staatskonzerns lagerte einst das weltweit größte Anlagevermögen. Zudem liegen im Portfolio der Japan Post ein ansehnlicher Anteil der in Umlauf befindlichen japanischen Staatsanleihen. Die Post ist damit einer der größten Gläubiger der japanischen Staatsverschuldung.

Quelle: n-tv.de

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