Donnerstag, 10. Juni 2010
Analysten irrten sich : Japan sieht den Aufschwung
Die japanische Wirtschaft hat im ersten Quartal ein stärkeres Wachstum erzielt als von Volkswirten erwartet und ihren Erholungskurs fortgesetzt. Wie das Kabinettsbüro in Tokio in einer zweiten Veröffentlichung berichtete, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 1,2 Prozent, womit die erste Schätzung bestätigt wurde. Ökonomen hatten allerdings mit einer Abwärtsrevision auf 1,0 Prozent gerechnet.
Aufs Jahr hochgerechnet bedeutet das Quartalsplus ein Wachstum von 5,0 Prozent. Hier hatten Analysten im Mittel mit einem Anstieg von 4,2 Prozent gerechnet.
Für das zweite Quartal erwarten Experten allerdings, dass das Wachstum abgebremst wird, weil der Schwung durch die staatliche Förderung beim Kauf von sparsamen Autos und von Elektronikgütern nachlässt. Allerdings sei die japanische Wirtschaft sei auf dem Weg, ein selbsttragendes Wachstum zu erreichen, unter anderem deshalb, weil die allgemeine Erholung zu einem allmählichen Anstieg der Löhne führe, was den privaten Konsum stütze. Zudem scheine die Deflation nachzulassen.
Der Privatkonsum wuchs zwischen Januar und März mit einer Rate von revidiert 0,4 Prozent (vorläufig: plus 0,3 Prozent); die Investitionen legten um 0,6 Prozent (plus 1,0 Prozent) zu. Die Binnennachfrage lieferte einen Wachstumsbeitrag von 0,6 Prozentpunkten, die Auslandsnachfrage steuerte 0,7 Prozentpunkte bei. Aus der Lagerveränderung resultierte ein Wachstumsbeitrag von 0,1 Prozentpunkten.
wne/DJ/rts
Hintergründe zur Nachricht
Wirtschaft
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
-
Griechenland-Exporte
Euler Hermes versichert nicht
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Boni-Streit vor Londoner Gericht
Coba erleidet Schlappe
-
Verbleib im Deutsche-Bank-Turm
Börsig behält Privilegien
-
"Das Urteil ist gefallen"
Schlecker steht vor dem Aus
-
Defizitabbau darf länger dauern
EU kommt Spanien entgegen
-
Zwischen Krisenangst und Optimismus
Konjunktur bleibt wackelig
-
Rätselraten um Bankia-Hilfen
EZB wurde gar nicht gefragt
