Mittwoch, 28. Dezember 2011
Milliardengeschäfte abgeschlossen: Japaner erobern Indien
Die Schwergewichte Japan und Indien rücken ökonomisch enger zusammen. Die Regierungschefs Noda und Singh vereinbaren Wirtschafts- und Währungsabkommen. So werden Milliarden für eine Schnellstraße zwischen Neu Delhi und Mumbai bereitgestellt. Zudem will Japan Atomtechnologie nach Indien exportieren.Indien und Japan haben milliardenschwere Abkommen über Verkehrsprojekte besiegelt. So sollen in den kommenden fünf Jahren unter anderem rund 4,5 Milliarden US-Dollar in eine Schnellstraße zwischen der indischen Hauptstadt Neu Delhi und der Finanzmetropole Mumbai fließen, wie der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda bei einem Indien-Besuch ankündigte.
Mit seinem Amtskollegen Manmohan Singh vereinbarte Noda zudem ein Währungstauschgeschäft im Umfang von 15 Milliarden Dollar, um die indische Rupie zu stützen. Diese ist in den vergangenen Monaten gegenüber der US-Währung stark gefallen. Grund dafür ist nach Ansicht von Analysten der erhöhte Devisenbedarf durch steigende Importe in das asiatische Land, unter anderem Rohstoffe wie Erdöl.
Beide Länder wollen zudem ihre Bemühungen zum Abschluss eines Abkommens über die zivile Nutzung von Atomkraft intensivieren, über das seit Juni 2010 verhandelt wird. Wegen der Nuklearkatastrophe von Fukushima waren die Gespräche ins Stocken geraten.
Ziel ist, dass Japan seine Atomtechnologie zum Bau indischer Atomkraftwerke exportiert. Auch wollen beide Länder bei der Produktion von Seltenen Erden kooperieren.
dpa
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