Positiver AusblickKKR gut im Futter
Die Beteiligungsgesellschaft hat im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet und rechnet mit einem Aufschwung am Schuldenmarkt sowie günstigen Investitionsmöglichkeiten.
Bei seinen ersten Geschäftszahlen seit dem Gang an die Börse wies Kohlberg Kravis Roberts & Co für die bisherige Muttergesellschaft einen Nettogewinn von 657 Mio. US-Dollar aus. Nicht berücksichtigt waren in den nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen Wertberichtigungen im Zuge der Vereinigung mit der Fondstochter KKR Private Equity Investors (KPE), die das Ergebnis um rund 300 Mio. US-Dollar verringert hätten. Im Vorjahr hatte KKR noch einen Verlust von 466 Mio. US-Dollar verbucht.
KKR hatte sich im Oktober die schon zuvor börsennotierte KPE komplett einverleibt und dadurch ein Börsenlisting an der Euronext erhalten, was als erster Schritt zu einem Sprung an die New Yorker Börse galt. Dieser wird nach früheren Angaben aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen für das kommende Frühjahr erwartet.
Der Vermögenswert der bisherigen KPE wurde mit 16,98 US-Dollar je Anteil nach 14,66 US-Dollar ein Quartal zuvor angegeben. Vom laufenden Quartal an sollen für die zusammengeschlossenen Gesellschaften gemeinsame Zahlen ausgewiesen werden.
"Wir sehen momentan interessante Situationen für Kapitalinvestitionen überall in der Welt, in diversen Branchen und quer durch die Kapitalstruktur", erklärten die beiden KKR-Chefs Henry Kravis und George Roberts. Im vergangen Quartal hätten sie 1,1 Mrd. US-Dollar an Beteiligungskapital investiert. Das verwaltete Vermögen habe sich seit Ende Juni um acht Prozent auf 54,8 Mrd. US-Dollar erhöht. Für Investitionen stehen dem Konzern den Angaben zufolge in seinen verschiedenen Fonds derzeit insgesamt 14,2 Mrd. US-Dollar zur Verfügung.