Dienstag, 01. Dezember 2009
Eckpunkte der Sanierung: Karstadt gibt 13 Häuser auf
Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt kann nach der Einigung mit seinen Vermietern 120 Häuser weiterführen. Für 13 andere Filialen ist das Ende besiegelt.Im Rahmen dieser Einigung müssten jedoch 13 andere Filialen ihre Pforten schließen, teilte der Warenhausbeauftragte der Insolvenzverwaltung, Rolf Weidmann, mit. Nach wochenlangen Verhandlungen habe sich die Insolvenzverwaltung von Karstadt mit den Vermietern der Häuser auf Eckpunkte für Sanierungsbeiträge geeinigt.
Bundesweit könnten so 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und acht Schnäppchencenter mit über 25.000 Arbeitsplätzen fortgeführt werden, hieß es. Auf dieser Grundlage werde nun ein Insolvenzplan ausgearbeitet und die Investorensuche aktiv angegangen, sagte Weidmann. Beides könnte im Frühjahr abgeschlossen sein.
Jetzt wird gesucht
Wie bereits zu erwarten gewesen sei, werden nicht alle Standorte bestehen bleiben. Insgesamt 1200 Mitarbeiter seien davon betroffen, sagte Weidmann. "Tatsächlich aufgeben müssen wir insgesamt im Frühjahr 2010 die drei Standorte Kaiserslautern, Ludwigsburg und das Warenhaus in Hanau." Dort sind insgesamt knapp 400 Mitarbeiter beschäftigt.
In insgesamt zehn Städten, in denen Karstadt mit mehreren Häusern präsent ist, würden zudem einzelne Filialen bis März 2010 geschlossen. Für sechs hatte Weidmann das Aus bereits auf der Gläubigerversammlung verkündet.
Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan würden aufgenommen, kündigte er an. Eine Transfergesellschaft solle angeboten werden. Auch werde geprüft, ob Mitarbeiter in anderen Häusern weiterbeschäftigt werden könnten.
rts
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