Sonntag, 04. Juli 2010
Millionen für Markenrechte: Karstadt kostet einen Euro
Der Investor Berggruen bekommt die Anteile der insolventen Kaufhauskette Karstadt für einen symbolischen Betrag. Die weiteren Verpflichtungen gehen allerdings ins Geld.Der Investor Nicolas Berggruen zahlt für die Anteile der insolventen Kaufhauskette Karstadt nur einen Euro.Für die Marke allerdings überweist der Karstadt-Käufer fünf Mio. Euro, wie ein Sprecher Berggruens der "Bild am Sonntag" sagte. "Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang", fügte der Sprecher hinzu. "Viel wichtiger sind die weiteren Verpflichtungen, die der Käufer mit dem Vertrag eingeht, um das Unternehmen wieder fit zu machen und Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen."
Der Kaufvertrag für Karstadt sieht vor, dass die Kaufhauskette sofort eine Kapitalspritze von 70 Mio. Euro erhält. Davon gehen nach Angaben von Berggruens Partner BCBG Max Azria 5 Mio. Euro an die Gläubiger und 65 Mio. Euro in die Fortführung des Geschäftsbetriebes. Für die kommenden drei Jahre sind Investitionen in Höhe von insgesamt 250 Mio. Euro geplant. Künftige Gewinne dürfen dem Berggruen-Sprecher zufolge zudem nicht ausgeschüttet, sondern müssten wieder investiert werden.
Der Kaufvertrag ist allerdings erst rechtskräftig, wenn Berggruen sich mit dem Vermieterkonsortium Highstreet über die Höhe der Mieten einigt. Die Gespräche laufen noch.
AFP
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