Neue Runde vor GerichtKirch lässt nicht locker
Medienunternehmer Kirch setzt seinen juristischen Feldzug gegen die Deutsche Bank fort. Er verlangt im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch seines Imperiums Schadenersatz von dem Geldinstitut.
Der Schadenersatzstreit zwischen Leo Kirch und der Deutschen Bank ist in eine weitere Runde gegangen. Vor einer Zivilkammer des Landgerichts München I will der Medienunternehmer einmal mehr seine Ansprüche gegen das Geldhaus durchsetzen. Acht Jahre nach der Milliarden-Pleite seines Medien-Imperiums will die Kammer klären, ob und in welcher Höhe die Deutsche Bank für Schäden aufkommen muss.
Kirch macht den früheren Bank-Chef Rolf Breuer für die Insolvenz verantwortlich. Der Bundesgerichtshof hatte 2006 festgestellt, dass Kirch grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz zustehen könnte - aber nur bei der Printbeteiligungs GmbH, in der Kirch seinen Anteil am Springer-Konzern gebündelt hatte.
Ob und wie prüft nun das Gericht. Eine schnelle Entscheidung dazu wurde noch nicht erwartet. Weder Breuer noch Kirch nahmen an der Verhandlung teil.