Dauerzwist mit Deutscher BankKirch lässt nicht locker
Zwischen dem Medienunternehmer Leo Kirch und der Deutschen Bank geht der Streit weiter. Ein Schlichtungsversuch scheitert. Kirch macht das Geldinstitut für den Niedergang seines Medienimperiums mitverantwortlich.
Im Dauerstreit zwischen dem Medienunternehmer Leo Kirch und der Deutschen Bank ist ein weiterer Schlichtungsversuch gescheitert. Die vom Landgericht München angestoßenen Gespräche fanden nach Angaben beider Seiten zwar statt, blieben aber ohne Ergebnis. Beide Parteien warfen sich indirekt gegenseitig vor, für das Scheitern verantwortlich zu sein.
Ein Kirch-Sprecher sagte: "Die Kirch-Seite ist offen und mit großer Bewegungsbereitschaft in die Gespräche gegangen." Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte: "Wir waren und sind immer daran interessiert, eine angemessene und faire Lösung zu finden. Aber die Erklärung der Kirch-Seite zeigt deutlich, dass dies dort niemals der Fall war."
Kirch macht die Bank für den Niedergang seines Medienimperiums mitverantwortlich, weil sich der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer Anfang 2002 in einem Fernsehinterview kritisch zur Kreditwürdigkeit Kirchs geäußert hatte. Dass Kirch grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz von Breuer und der Bank zusteht, hatte der BGH im Jahr 2006 festgestellt. Beim Landgericht München ist eine milliardenschwere Schadenersatzklage Kirchs anhängig.