Wirtschaft

Skepsis in Südostasien : Konjunktursorgen wachsen

Die Welltwirtschaft kühlt sich ab. Die Schuldenkrisen in Europa und den USA sind auch in Asien zu spüren. Aus China, Japan und Singapur kommen Nachrichten, die Pessimisten bestärken.

Container im Hafen von Tokio.
Container im Hafen von Tokio.(Foto: REUTERS)

Die Anzeichen, dass sich die Konjunktur weltweit weiter abkühlt, verdichten sich. Am Montag deuteten Nachrichten aus Asien auf eine längere Schwächephase hin: Die japanischen Exporte sinken, Singapur schraubt die Wachstumsprognose nach unten und China Vizepremier warnt vor einer globalen Rezession.

Die japanische Wirtschaft erlitt im Oktober einen überraschend starken Rückgang der Ausfuhren. Sie verringerten sich nach offiziellen Angaben im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent. Fachleute hatte im Schnitt mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet.

Die Ausfuhren nach China, Japans wichtigstem Handelspartner, schrumpften um 7,7 Prozent. Die Exporte in die USA gingen um 2,3 Prozent zurück. Für Europa betrug das Minus 2,9 Prozent.

In dieses Bild passen Aussagen des chinesischen Vizepremiers Wang Qishan. "Das Einzige, worin wir uns derzeit sicher sein können, ist, dass die durch die weltweite Krise ausgelöste Rezession sehr lange dauern wird", wird Wang in chinesischen Staatsmedien zitiert.

Diese Aussage deckt sich mit dem neuen Wachstumsausblick aus Singapur. Dort erwartet die Regierung für 2012 ein Wirtschaftswachstum von zwischen 1 und 3 Prozent. Bisher war sie von einem Plus in Höhe von 5 Prozent ausgegangen. Angesichts der Schuldenkrisen in Europa und den USA könnte die Prognose noch weiter nach unten korrigiert werden, hieß es. Die Konjunkturentwicklung in Singapur gilt als Indikator für die wirtschaftlichen Aussichten Südostasiens.

Quelle: n-tv.de

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