Montag, 07. Dezember 2009
Langer Weg zur Normalität: Krisenende in zwei Jahren
Nur rund sieben Prozent der deutschen Unternehmen spüren einer Umfrage zufolge bereits den Aufschwung. Zwei Drittel erwarten hingegen, dass die Krise erst 2011 oder später beendet sein wird, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Befragung von Führungskräften in 131 deutschen Unternehmen berichtet.
Kurzfristig rechne "so gut wie niemand" mit höheren Umsätzen. Allerdings sehen immerhin 65 Prozent der Unternehmen "Licht am Ende des Tunnels".
In ihren veröffentlichten Ausblicken bestätigten die Unternehmen die Skepsis. Fast alle sähen zwar die Talsohle erreicht, doch einen nachhaltigen Aufschwung wage niemand zu prognostizieren. Viele Konzerne, darunter der Automobilhersteller Daimler, kündigten dem Blatt zufolge angesichts der Flaute sogar an, im kommenden Jahr ihre Kosten noch drastischer zu senken.
Ungeachtet der Finanzkrise und strengerer Eigenkapitalrichtlinien der Banken spreche aber nur jede zehnte Firma von erheblichen Refinanzierungsproblemen. Mehr als die Hälfte sehe gar keine Probleme, wenn es um Kredite gehe. Gegenüber der Befragung im Frühjahr habe sich der Anteil derjenigen, die eine Kreditklemme befürchten, sogar verringert. "Kaum jemand investiert. Deshalb brauchen wir auch kein Geld von den Banken", sagt ein Finanzchef eines großen Industrieunternehmens.
wne/DJ
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