Freitag, 20. November 2009
Investorengruppe greift zu: KüchenQuelle ist gerettet
Die zum insolventen Versandhaus Quelle gehörende KüchenQuelle existiert weiter. Der Ableger ist von vier Unternehmern in der Region übernommen worden.
Für Quelle wird es Nacht. Die KüchenQuelle lebt dagegen weiter.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Dies sind der Küchengerätehersteller Fackelmann, ein regionaler Baustoffmarktbetreiber aus Fürth, ein Investor aus Zirndorf bei Fürth und der frühere Quelle-Bereichsleiter von KüchenQuelle, Bernd Warnick. Damit seien neben den rund 150 Arbeitsplätzen bei KüchenQuelle auch 250 Jobs bei Zulieferern gerettet.
"KüchenQuelle ist damit fast die einzige operative Einheit, die von dem Versandhaus übrig bleibt und den ursprünglichen Namen beibehält", betonte Miteigentümer Hannes Streng, dem eine Baumarktkette in der Region mit 1100 Beschäftigten gehört. Über den Kaufpreis vereinbarten Käufer und der KarstadtQuelle-Insolvenzverwalter Stillschweigen.
Trotz des Verkaufs der Marke "Quelle" an die Hamburger Otto Group darf die KüchenQuelle weiterhin den Namensbestandteil des abgewickelten Fürther Versandhauses benutzen. "Otto hat sich sehr anständig verhalten und uns erlaubt, die Wort- und Bildmarke "Küchenquelle" weiterzuverwenden", erläuterte Streng.
Lieferfähigkeit gewährleistet
Die Rettung des bundesweit agierenden Küchenhändlers hatte nach Angaben der neuen Eigentümer bis zuletzt auf Messers Schneide gestanden. Erst wenige Minuten vor Bekanntgabe der Übernahme sei eine Liefervereinbarung mit dem Küchengerätehersteller Electrolux erzielt worden, sagte der stellvertretende KüchenQuelle-Geschäftsführer Christian Bühler.
Das Unternehmen sei damit in vollem Umfang lieferfähig. "Kunden können noch vor Weihnachten mit der Auslieferung ihrer Küche rechnen", betonte Streng. Auch Ratenzahlungen seien wieder möglich. Die Nürnberger Teambank habe sich bereiterklärt, die Finanzierung der Ratenkäufe zu übernehmen.
wne/dpa
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