Wirtschaft

Equinox grätscht dazwischenKupferfusion droht zu platzen

28.02.2011, 07:11 Uhr

Mit einer Übernahmeofferte versucht der Bergbaukonzern Equinox offenbar, eine geplante Milliardenfusion in der Kupferbranche zu torpedieren. Equinox plant eine Kaufofferte für Lundin, die sich bereits mit dem Rivalen Inmet auf eine Fusion geeinigt hatten.

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(Foto: REUTERS)

In Kanada droht eine milliardenschwere Fusion in der Kupferbranche zu platzen: Der Bergbaukonzern Equinox Minerals soll eine Übernahme des Konkurrenten Lundin Mining planen. Damit könnte das Unternehmen den eigentlich schon besiegelten Zusammenschluss von Lundin mit dem kanadischen Produzenten Inmet Mining im Wert von rund neun Mrd. US-Dollar torpedieren.

Die Details der Offerte von Equinox sind zwar noch nicht bekannt, Lundin erwartet das Übernahmeangebot aber noch vor Eröffnung der Aktienmärkte am Montag. Das Lundin-Management werde die Offerte prüfen und anschließend seine Meinung dazu bekanntgeben. Das Unternehmen empfahl seinen Aktionären, bis dahin keine weiteren Schritte zu unternehmen. An der australischen Börse wurden Equinox-Aktien vom Handel ausgesetzt unter Verweis auf eine bevorstehende Unternehmensmitteilung. Von Equinox und Inmet war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Lundin und Inmet hatten erst im Januar Pläne für einen Zusammenschluss unter Gleichen bekanntgegeben: Das neue Unternehmen soll Symterra heißen. Einige Werke des Konzerns stehen auch in Europa. Zuletzt ist es zu einer Reihe von Übernahmen und Fusionen in der kanadischen Bergbaubranche gekommen. Ein Grund dafür ist die erwartete weltweite Konjunkturerholung, die auch die Nachfrage nach Metallen antreiben dürfte. Die meisten Impulse kommen dabei aus China und anderen Schwellenländern. Für den Rohstoff müssen derzeit Rekordpreise bezahlt werden. Größter Kupferproduzent der Welt ist Chile.

Quelle: rts