Mittwoch, 25. August 2010
Mal gute Zahlen statt Bettencourt : L'Oreal macht kräftigen Satz
Die meisten Menschen wollen schöner werden und ihren Körper ordentlich pflegen. Das kommt dem Kosmetikkonzern L'Oreal zugute. Die Franzosen vermeldeten einen kräftigen Gewinnanstieg.
Produkte von L'Oreal sind begehrt.
(Foto: REUTERS)
Dank einer anziehenden Nachfrage nach Körperpflege-Produkten kann der französische Kosmetikkonzern L'Oreal glänzen. Der Hersteller von "Garnier"-Shampoo und "Vichy"-Gesichtscreme wies für das erste Halbjahr einen überraschend kräftigen Anstieg des operativen Gewinns um 21 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro aus.
Vor allem teurere Produkte seien verkauft worden, hieß es in Paris. Daneben hätten geringere Kosten bei der Produktion, der Lagerhaltung und im Vertrieb zu dem Plus beigetragen. Für das zweite Halbjahr rechnet L'Oreal ebenfalls mit guten Geschäften.
Bereits im Juli hatte das Unternehmen von einem Umsatzwachstum im zweiten Quartal von fünf Prozent auf etwa 4,9 Milliarden Euro berichtet und damit Hoffnungen auf eine zunehmende Kauflaune der Verbraucher nach der Rezession genährt.
Der Konzern steht in Frankreich derzeit im Mittelpunkt einer Steuer- und Spendenaffäre, die bis in die Staatsspitze reicht. Gegen die 87-jährige L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt wurden Vorwürfe laut, die reichste Frau des Landes habe konservative Politiker, darunter Präsident Nicolas Sarkozy, illegale Parteispenden zukommen lassen.
rts
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