Freitag, 19. März 2010
US-Broker veräußert: LBBW speckt ab
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat sich von ihrem kleinen Broker-Geschäft in den USA getrennt und damit eine Auflage der EU-Kommission erfüllt. Der US-Broker LBBW Securities mit zwölf Beschäftigten werde an den US-Finanzdienstleister Guggenheim veräußert, teilte die größte deutsche Landesbank in Stuttgart mit. Die Veräußerung stehe noch unter dem Vorbehalt der Aufsichtsbehörde und solle im April abgeschlossen sein. Über die Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden.
Die LBBW hatte im Sommer 2009 unter anderem eine Finanzspritze ihrer staatlichen Eigentümer über fünf Milliarden Euro erhalten, um die im Zuge der Finanzkrise und riskanter Transaktionen abgeschmolzene Kernkapitalquote wieder auf ein branchenübliches Maß zu erhöhen. Die EU-Kommission genehmigte die Beihilfen, die auch eine Auslagerung von risikobehafteten Wertpapieren im Volumen von 12,7 Milliarden Euro umfassen, unter Auflagen.
Demnach muss die Bank aus dem Investmentbanking aussteigen und sich weitgehend auf die Kreditversorgung ihrer zumeist mittelständischen Kunden konzentrieren. Der in Abstimmung mit der EU erstellte Restrukturierungsplan des Vorstands umfasst neben der Veräußerung des US-Brokers LBBW Securities auch die Trennung von weiteren Auslandsbüros und Beteiligungen.
In der kommenden Woche wird die LBBW voraussichtlich erste Eckdaten für das zurückliegende Geschäftsjahr veröffentlichen.
wne/rts
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