Mittwoch, 12. August 2009
Quartalsgewinn bricht ein: Lanxess auf Sparflamme
Der Chemiekonzern Lanxess hat nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal seinen Sparkurs verschärft. Im Vergleich zum noch schwächeren ersten Quartal sieht Konzernchef Axel Heitmann allerdings eine Erholung der Nachfrage.Nach zwei Quartalen mit Nettoverlusten schrieb Lanxess im Zeitraum April bis Juni wieder schwarze Zahlen, wozu deutliche Absatzzuwächse in Asien und Einsparungen beitrugen. In den Büchern stand ein Überschuss von 17 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das allerdings noch ein Einbruch um 69,1 Prozent.
"Lanxess hat im zweiten Quartal angesichts des schwierigen Umfelds für die chemische Industrie solide abgeschnitten", erklärte Heitmann. An der Börse kam das Zahlenwerk allerdings nicht gut an. Die Aktie büßte mehr als fünf Prozent ein und war stärkster Verlierer im Nebenwerteindex MDax.
Lohnverzicht der Beschäftigten
Lanxess hatte bereits ein Sparpaket aufgelegt, um in der Rezession seine Erträge zu sichern. Zusammen mit dem neuen Programm sollen die Kosten von 2009 bis 2012 um 360 Mio. Euro sinken, geplant ist auch ein Lohnverzicht der Beschäftigten. Bisher wurden bis 2010 rund 250 Mio. Euro angepeilt. "Damit sind wir gut aufgestellt, wenn der Aufschwung einsetzt", sagte Heitmann.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen verdiente der Chemiekonzern im zweiten Quartal 112 Mio. Euro, annähernd 50 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit 110 Mio. Euro gerechnet. Lanxess setzte rund 1,24 Mrd. Euro um, 30 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Nachfrage scheine auch in Lateinamerika, in Nordamerika und in Europa die Talsohle erreicht zu haben, erklärte das Unternehmen. Asien verzeichne weiter "eine gute Dynamik". Im Vergleich zum sehr schwachen ersten Quartal nahm der Umsatz in der Region Asien/Pazifik im zweiten Quartal um 74 Prozent zu. Für 2009 rechnet Konzernchef Heitmann unverändert mit einem Konzernergebnis und -umsatz unter Vorjahr.
rts
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