Weniger Fluggäste im OktoberLeere Sitze bei Air France
Die zweitgrößte europäische Fluggesellschaft Air France-KLM muss im Oktober einen weiteren Rückgang im Passagiergeschäft hinnehmen. Auch bei der Konkurrenz geht der Umsatz zurück.
Die zweitgrößte europäische Fluggesellschaft Air France-KLM hat im Oktober erneut einen Rückgang im Passagiergeschäft verbucht. Die Zahl der Passagiere ging im vergangenen Monat um 5,3 Prozent auf 6,3 Millionen zurück, teilte die französisch-niederländische Airline mit.
Auch die für den Umsatz wichtigen verkauften Passagierkilometer fielen um 4,1 Prozent. Die Auslastung der Maschinen, der sogenannte Sitzladefaktor, stieg dagegen um 1,3 Prozentpunkte auf 82,5 Prozent, auch weil der Lufthansa-Rivale sein Sitzplatzangebot um 5,6 Prozent zusammenstrich.
Der finnische Konkurrent Finnair verzeichnete im Oktober ein Rückgang bei den verkauften Passagierkilometer von knapp elf Prozent, während der Sitzladefaktor um einen halben Prozentpunkt anstieg.
Konkurrenz in der Branchenkrise
Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus konnte dagegen offenbar von ihren Kapazitätskürzungen profitieren. Zwar sei der Umsatz im dritten Quartal um 9,7 Prozent gefallen, hieß es bei Aer Lingus. Die Auslastung der Maschinen sei aber um 1,3 Punkte auf 80,4 Prozent gestiegen.
Die Kapazitätskürzungen auf den schlechter laufenden Strecken hätten sich positiv bemerkbar gemacht. Weitere Anpassungen seien nötig, um die Kosten zu senken und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Aktien der Fluggesellschaft schnellten daraufhin im frühen Handel um 16 Prozent in die Höhe.
Wie vielen anderen Fluggesellschaften setzt die Wirtschaftskrise auch Aer Lingus zu. Der ehemalige Staatskonzern hatte erst im Oktober Stellenstreichungen und Lohnkürzungen angekündigt.