John Malone kehrt zurückLiberty kauft Unitymedia
Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen kommt anscheinend wieder richtig in Schwung. Jetzt übernimmt US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global den zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia.
Liberty zahlt insgesamt 3,5 Mrd. Euro für das Unternehmen, teilte das US-Unternehmen am Freitag mit und bestätigte damit entsprechende Gerüchte vom Vorabend. Unitymedia betreibt die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Vom Kaufpreis entfallen 1,5 Milliarden Euro auf die Übernahme von Schulden. Der noch für dieses Jahr angepeilte Börsengang von Unitymedia dürfte damit ausfallen. Im ersten Halbjahr 2010 will Liberty 100 Prozent des Stammkapitals von Unitymedia erwerben.
Unitymedia lag bislang mehrheitlich in den Händen von Finanzinvestoren um BC Partners (35 Prozent) und Apollo Management (29 Prozent).
Liberty-Chef John Malone hatte schon 2002 versucht, auf dem zweitgrößten Kabelmarkt der Welt einzusteigen. Damals wollte er der Deutschen Telekom das gesamte deutsche Kabelnetz abkaufen, scheiterte damit aber am Bundeskartellamt.