China-Markt boomtLuxusautobauer starten durch
Die Autobauer BMW, Audi und Mercedes starten mit einem satten Absatzplus ins neue Jahr. Die hohen Zuwächse verdanken sie vor allem dem brummenden China-Geschäft.
Die deutschen Luxusautobauer sehen nach den Verkaufserfolgen in 2010 auch im neuen Jahr guten Zeiten entgegen. Im Januar entschieden sich viele Kunden für Nobelwagen "Made in Germany" und bescherten Audi, BMW und Mercedes teils neue Absatzrekorde. Angesichts der starken Zuwächse erwarten die Autobauer auch für die kommenden Monate brummende Geschäfte.
Die Ingolstädter VW-Tochter Audi brachte im Januar rund 95.400 Autos an den Mann und damit knapp 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen. Die Münchener Konkurrenten von BMW verkauften von ihrer Kernmarke knapp 91.000 Autos - 30 Prozent mehr als im Januar davor. Die Rivalen aus Stuttgart, die ihre Absatzzahlen bereits vergangene Woche vorgelegt hatten, verkauften mit 82.700 Mercedes-Benz gut 23 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Zahlen kamen an der Börse gut an, wo schon ein positiv aufgenommener Quartalsbericht von Toyota die Branche ins Rampenlicht gerückt hatte. BMW-Aktien lagen zuletzt mehr als drei Prozent im Plus bei 60,75 Euro, VW stiegen um 2,3 Prozent auf 121,70 Euro und Daimler zogen um 2,7 Prozent auf 55,08 Euro an. "Toyota hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht, das gibt der gesamten Branche Schwung", sagte ein Händler. Die guten Absatzzahlen von BMW und Audi hätten das Bild abgerundet.
Zuwächse in China und Europa
Grund für die steigenden Absatzzahlen war einmal mehr der boomende chinesische Markt, der für viele der Autobauer bereits zum wichtigsten Verkaufsmarkt avanciert ist. Für die dort stetig wachsende Oberschicht sind die Autos aus Deutschland ein beliebtes Statussymbol. Deutlich mehr Autos verkauften die Konzerne aber auch in Europa. BMW setzte hier konzernweit gut 19 Prozent mehr Autos ab, Audi in Westeuropa 17 Prozent mehr.
Die Verkaufserfolge im Januar stimmen die Manager zuversichtlich. "Aufgrund der aktuellen Auftragslage rechnen wir mit einem starken ersten Quartal 2011", sagt Vertriebschef Peter Schwarzenbauer. BMW-Vertriebschef Ian Robertson stellte "für die kommenden Monte weiterhin deutliche Zuwachsraten" in Aussicht. Im Gesamtjahr erwarten die Autobauer neue Absatzrekorde. Die Zuwachsraten würden allerdings nicht mehr so hoch ausfallen wie noch im vergangenen Jahr, hatten viele gewarnt.