Wirtschaft

Chance für Audi, BMW und Co.Luxusautos boomen in China

04.03.2013, 13:02 Uhr
audi
Chinesen lieben deutsche "Premiummarken": Audi gehört dazu. (Foto: REUTERS)

"Made in Germany": Die Chinesen stehen drauf - vor allem, wenn es um Oberklasseautos geht. Die deutschen Konzerne reagieren und räumen dem Reich der Mitte einen immer stärkeren Stellenwert ein. Das zahlt sich künftig sogar noch mehr aus, wie aus einer Studie hervorgeht.

Dank der Lust chinesischer Autokäufer am Luxus wird China bis zum Jahr 2020 zum weltgrößten Absatzmarkt für Premium-Autos werden. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey wird der Absatz von Fahrzeugen mit einem Neuwert zwischen 25.000 und 150.000 Euro von 1,25 Millionen im Jahr 2012 auf rund 3 Millionen im Jahr 2020 steigen. Die USA, wo 2012 rund 1,7 Millionen Premium-Modelle verkauft wurden, werden der Studie zufolge auf den zweiten Platz zurückfallen.

"China ist ein Wachstumsmarkt. Die Leute haben ein großes Vertrauen in die Zukunft", sagte die Autorin der Studie, Sha Sha. Bis 2020 wird das Premiumsegment demnach jährlich um zwölf Prozent zulegen. Vor allem deutsche Premiumhersteller wie Audi, Porsche, BMW und Mercedes könnten von Chinas wachsenden Appetit auf Luxus profitieren.

Premium "made in Germany"

Laut McKinsey liegt der Anteil der deutschen Produzenten in Chinas Premiummarkt schon jetzt bei 80 Prozent. Allein die VW-Tochter Audi verkaufte im Jahr 2012 rund 400.000 Fahrzeuge in China. Der Sportwagenhersteller Porsche konnte im vergangenen Jahr 30.000 Fahrzeuge in dem kommunistisch regierten Land absetzen und so einen neuen Absatzrekord erzielen.

Um auch weiter von dem Premium-Boom zu profitieren, müssten die deutschen Hersteller ihr Vertriebsnetz in den chinesischen Städten ausbauen, erklärte Detlev Mohr, Leiter von McKinseys europäischer Automobilberatung. Zudem müssen die Hersteller laut Mohr auf günstige Preise und moderne Antriebstechnologien achten. In den USA und Deutschland wird das Premiumsegment bis 2020 McKinsey zufolge jährlich nur um vier und zwei Prozent zulegen.

Quelle: ntv.de, AFP